Die Mobilität, wie wir sie heute kennen, befindet sich im Wandel. Dennoch werden konventionelle Verkehrsmittel wie das eigene Auto nach wie vor stark genutzt. Gerade der motorisierte Individualverkehr stellt einen großen Teil der Straßenbelastung dar. Nach einer Studie des Bundesumweltamtes, würden 82 Prozent der Deutschen gern weniger Autos in den Städten haben. Zugleich können sich die meisten Autofahrer in Deutschland aber nicht vorstellen auf das Autofahren zu verzichten. Inzwischen gibt es allerdings viele Mobilitätslösungen um den Verkehr zu reduzieren und als Individuum trotzdem ausreichend mobil zu sein.

Teilen Sie sich den Arbeitsweg.

Eine dieser Möglichkeiten ist zum Beispiel Carpooling. Dabei bildet der Eigentümer eines Autos eine Fahrgemeinschaft mit Reisenden, die die gleiche Strecke teilen. Die gleiche Strecke teilen sich oft Menschen auf dem täglichen Weg zu Arbeit. Die Software TwoGo von SAP ist deshalb eine speziell auf Unternehmen ausgerichtete Carpooling-Lösung. Hier können Arbeitnehmer schnell und flexibel eine Mitfahrgelegenheit für den Arbeitsweg finden oder Fahrten anbieten. So soll Pendelstress reduziert werden und der motorisierte Individualverkehr sinken.

Muss es immer das eigene Fahrzeug sein?

Eine Methode bei der nicht die Fahrt, sondern das Fahrzeug geteilt wird, ist Carsharing. Anbieter stellen hier ein Fahrzeug ihrer eigenen Flotte registrierten Nutzern zur Verfügung. Beim stationsbasierten Carsharing wird das Fahrzeug an einem Standort abgeholt und muss dorthin auch wieder zurückgebracht werden. Free-floating-Carsharing bedeutet, dass das Fahrzeug am Zielort des Nutzers abgestellt wird und dort dem nachfolgenden Nutzer zur Verfügung steht. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug im Geschäftsgebiet des Anbieters abgestellt wird. Geortet und entriegelt wird es über das Smartphone, die Kosten werden meist nach gefahrener Zeit berechnet. Carsharing will unter anderem an der Problematik ansetzen, dass Pkw bisher im Schnitt nur eine Stunde pro Tag genutzt werden. Im Idealfall sollte durch Carsharing der Verkehr entlastet werden und für Nutzer auch günstiger sein, als der Betrieb eines eigenen Autos.

Der private Chauffeur mit nur einem Knopfdruck.

Ridehailing ist zu vergleichen mit konventionellen Taxi-Diensten. Eine Fahrt wird über das Smartphone gebucht. Der Fahrgast wird dann von einem verfügbaren Fahrer am eigenen Standort abgeholt und zum Wunschziel gebracht. Ridehailing-Dienste sind in Deutschland noch wenig verbreitet. Dies liegt an den gesetzlichen Einschränkungen, die Ridehailing-Dienste erfahren und am Widerstand der Taxibranche. Ridehailing scheint sich einer Untersuchung des Shared-Use Mobility Center nach gut mit dem ÖPNV zu ergänzen. Zu Tageszeiten, in denen die öffentlichen Verkehrsmittel mit geringer Taktfrequenz fuhren, wurden Ridehailing-Dienste in einigen US-Städten verstärkt genutzt.

Die letzte Meile auf dem Fahrrad.

Ein traditionelles Verkehrsmittel, welches in Städten wieder relevanter wird, ist das Fahrrad. Ein Fahrrad ist in der Stadt oft schneller als ein Auto, es fährt emissionsfrei, individuell und ist kostengünstig zu betreiben. Auf diese Vorteile setzen Bikesharing-Anbieter. Wie beim Carsharing auch wird ein verfügbares Fahrrad über das eigene Smartphone geortet und dann entsperrt. Ist man am Ziel angelangt, lässt man es einfach stehen und macht es so für andere Nutzer verfügbar. Um dieses Konzept zu unterstützen und weiterzuentwickeln bedarf es nur noch eines optimierten Radwegnetzes mit Kapazität für mehr Radfahrer in den Städten und klaren Regelungen was die Abstellung der Leihräder angeht.

Mit dem Scooter mal schnell von A nach B.

Ein Bikesharing-Anbieter ist zum Beispiel Lime. Das besondere bei diesem Anbieter sind nicht nur deren E-Bikes, sondern auch elektrische Tretroller. Diese werden auch nach dem free-floating-Prinzip geteilt. Das Fahrerlebnis ist dem eines Fahrrads ähnlich, allerdings muss der Fahrende zum Fortbewegen keinerlei Anstrengung aufbringen. In Deutschland sind Elektroscooter wie diese noch wenig verbreitet, ein Gesetzesentwurf für die Straßenzulassung ist in Arbeit. Nach Absegnung dieses Gesetzesentwurfs können sich auch Scootersharing-Dienste wie der von Lime in Deutschland etablieren.

Veomo – Behält den Überblick über alle Mobilitätslösungen.

Oft fehlt es nur an einer Schnittstelle zwischen einzelnen Mobilitätslösungen wie den aufgeführten, um eine Reise bis zur letzten Meile attraktiv zu gestalten. Denn bei allen existierenden und sich in Planung befindenden Mobilitätslösungen treten am Ende die gleichen Fragen auf: Wie wird ein Reisender auf diese Mobilitätslösungen aufmerksam gemacht? Woher weiß dieser wie er von seinem Standort aus reisen kann? Wie kann er übergangslos und mit minimalem Zeitverlust reisen? Die Schnittstelle, die diese Fragen beantwortet ist Veomo.

Veomo ist die Visualisierungs-Software der Mobilität 4.0. Sie informiert in Echtzeit über verfügbare Mobilität am eigenen Standort. Sei es für konventionelle Mobilitätsdienste wie den ÖPNV oder alternative Lösungen wie Bikesharing, Veomo zeigt immer wie die Reise weitergehen kann. Veomo kann plattformübergreifend eingesetzt werden, beispielsweise auf großen Monitoren in der Lobby, auf dem Computer am Arbeitsplatz und dem Smartphone von unterwegs.

Die angezeigten Echtzeitdaten umfassen unter anderem die Gehzeit zum nächsten Mobilitätsdienst und der entsprechenden Abfahrtszeit, Fahrzeiten des ÖPNV zu relevanten Orten wie Flughäfen und ein Verkehrsradar liefert Auskunft zur Straßenbelastung. So leistet Veomo einen positiven Beitrag zum Mobilitätswandel und schafft Bewusstsein für alternative Mobilitätsdienste.